Gefangen – Nilgans

Kommentar zum Foto

Das Foto entstand an einem Anglersee, ganz in der Nähe von meinem Wohnort. Was hier auf den ersten Blick interessant, wirkt auf dem zweiten eher Mitleiderregend. Denn nicht die Nilgans hat den “Fisch” gefangen, sondern der “Fisch” die Nilgans. Da Angler immer wieder mal gern was liegen lassen oder achtlos wegwerfen, weil es in ihren Augen nicht mehr brauchbar oder kaputt ist, wurde der Nilgans zum Verhängnis. Denn das ist kein echter Fisch, sondern ein Köder und die Nilgans hat sich mit ihrem Fuß darin verfangen. Leider war es mir nicht möglich der Gans zu helfen oder jemanden darauf aufmerksam zu machen, der helfen könnte.

Wissenswertes

Die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) ist der einzige rezente Vertreter ihrer Gattung und wird heute meist den Halbgänsen zugerechnet. Sie ist afrikanischen Ursprungs und lebt an nahrungsreichen subtropischen Binnenseen und Flüssen. Sie gilt als der häufigste afrotropische Entenvogel. Ausgehend von Gefangenschaftsflüchtlingen breitet sich die Nilgans in den letzten Jahren zunehmend in Mitteleuropa aus. In zahlreichen mitteleuropäischen Städten existieren mittlerweile verwilderte Parkpopulationen.

Der im Deutschen übliche Begriff Nilgans leitet sich vom Fluss Nil in der ägyptischen Heimat dieser Art ab. Darauf deutet auch die wissenschaftliche Artbezeichnung aegyptiacus hin. Die aus dem Griechischen stammende Gattungsbezeichnung Alopochen bedeutet Fuchsgans und wird in älterer Literatur gelegentlich auch für die Brandgans verwendet, die gelegentlich in Fuchsbauen brütet. Für die Nilgans ist diese Bezeichnung dagegen eher unzutreffend, da sie dies nicht tut und eher auf Bäumen brütet. Möglicherweise bezieht sich der Name auch auf die rotbraune Farbe des Rückengefieders, die an die Fellfarbe des Rotfuchses erinnert. (via)

EXIF Daten:

Brennweite: 185 mm | Blende: F4 | Belichtungszeit: 1/1250 s | ISO-Wert: 160