Der U-Bahnhof Bockenheimer Warte ist eine bedeutende Umsteigestation im Westen der Frankfurter Innenstadt. Hier kreuzen sich die C-Strecke mit den Linien U6 und U7 sowie die im D-Tunnel verlaufende U4. Der Bahnhof ist damit einer von vier unterirdischen Umsteigebahnhöfen der Frankfurter U-Bahn.
Der ältere, 1986 eröffnete Teil der Station ist im Vergleich zu den gleichzeitig eröffneten U-Bahnhöfen Westend und Alte Oper eher schlicht gehalten. Dennoch bemühte man sich auch hier um eine ästhetische Gestaltung, nachdem die nüchterne Sachlichkeit der älteren Frankfurter U-Bahnhöfe von der Bevölkerung eher negativ wahrgenommen wurde. Die Wände sind mit 15 Fotos aus dem Universitätsalltag Mitte der 1980er Jahre geschmückt, die Zwischenräume sind mit verspiegelten Metallplatten verkleidet, die den Raum größer erscheinen lassen. Die in Gruppen auf dem Bahnsteig platzierten Säulen sind weiß gestrichen und mit goldfarbenen Metallprofilen versehen, die sich auch in anderen Bereichen des Stationsbauwerks wiederfinden.
Herausragendstes Merkmal der Station sind einige überraschende, witzig wirkende architektonische Elemente. Dazu zählt die mit einem Bronzekapitell in Form eines Kissens versehene zentrale Säule der als Rotunde ausgeführten B-Ebene und die als Eisenbahnwagon, der die Erdoberfläche durchstößt, gestaltete Überdachung des westlichen Ausgangs aus der B-Ebene in der Senckenberganlage. Unmittelbar über dem Bahnsteig der C-Strecke befindet sich ein Lager der Universitätsbibliothek, das sowohl von der B-Ebene als auch vom Bibliotheksgebäude aus zugänglich ist.